hör:werk

Susanne Thoma

hör:werk die Sechste

Kinowerbung mit Schriftzug hörwerk die sechste

Am 15. September waren wir wieder zwei Stunden auf Sendung. Durch unseren Mittags-Talk zu Kunst, Kultur und Inklusion führte dieses Mal Lina Mann. Unterstützt wurde sie von Susanne Thoma und Christian Peters. Studiogast war die vielseitige Claudia Böhme. Menschen mit Beeinträchtigungen für kulturelle Angebote zu gewinnen und zu begeistern ist ihr ein Anliegen. Sie selbst lebt mit einer Seheinschränkung. Sie hat Geschichte und Literaturwissenschaften studiert und einen Master der Fachdidaktischen Vermittlungswissenschaft in den Fächern Geschichte und Kunstpädagogik erlangt. Seit 2012 ist Claudia Böhme als Gästeführerin für die Regio Augsburg Tourismus sowie für Museen und Ausstellungen tätig. In der Sendung berichtet sie, wie sie Audiodeskriptionen für Filme, für Theater oder für Museums-Ausstellungen erstellt. Sie gibt viele Einblicke in vorhandene oder nicht vorhandene Inklusionsansätze von Kunst- und Kulturangeboten in Augsburg.

Habt ihr die Sendung verpasst? Dann könnt ihr sie hier im Sender-Archiv anhören.
https://hearthis.at/stayfm/hoerwerk06lina-mann15-09-2021/

hör:werk die Fünfte

Am 3. September waren wir mit unserer Radiosendung wieder live! Mit unserer fünften Sendung haben wir uns selbst übertroffen. Wir haben 5 Stunden aus dem Gaswerk gesendet. Dokumentiert sind hier jedoch nur zwei-einhalb Stunden. Wir haben dafür das Studio verlassen und von draußen aus dem „Feuerroten Soundmobil“ gesendet – direkt vor Publikum. Und wie immer mit Interview-Gästen. Für uns waren mit dabei Susanne Thoma, Miriam Artmann, Christian Peters.

Schwerpunkt-Thema dieses Mal waren die Augsburger Zukunfts-Leitlinien und die Nachhaltigkeits-Diskussion in der Stadt. Wie kommt die Inklusion in diesen Leitlinien vor? Darüber klärte Susanne Thoma auf: Das Projekt hör:werk ist Teil des Agendaprozesses, der ein zukunftsfähiges Augsburg zu Ziel hat. Hierzu werden nicht nur für ökologische Probleme Lösungen gesucht. Auch die soziale Dimension ist ein wichtiges Gebiet. Es gibt gemeinsam beschlossene Zukunftsleitlinien. Eine Leitlinie ist zum Beispiel „Teilhabe für alle“. Darin finden wir uns vor allem mit unserem hör:werk wieder. Wir wollen Diskriminierungen und Barrieren abbauen und Chancengerechtigkeit herstellen. Das versuchen wir durch soziokulturelle Projekte zu realisieren. Soziokulturell heißt, dass wir die Kunst- und Kulturszene mit Nicht-Künstler:innen zusammen bringen. Kunstproduktionen sind eine guter Ort für Dialoge zwischen unterschiedlichen Menschen. So entsteht immer wieder ein Miteinander. Die Chance wächst, dass Leute ihre Perspektive wechseln und Verständnis füreinander entwickeln.

Während der Sendung waren wir im Gespräch mit Martin Schenkelberg – Sozialreferent, Norbert Stamm – Büro für Nachhaltigkeit, Sylvia Schaab – Agendasprecherin, Tom Hecht – Agendasprecher, Lisa Seifert, Fotografin und Musikerin, Christine Klink – Insektenrangerin der Umweltstation, Martina Wild – Bürgermeisterin, Silke Klos-Pöllinger – DGB-Regionalchefin, Florian Samweber – swa Innovation, Reiner Erben – Nachhaltigkeitsreferent, Heinrich Pick – Agentur elfgenpick, Christian Müller – Architekt.

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Habt ihr die Sendung verpasst? Dann könnt ihr sie hier im Sender-Archiv anhören.
https://hearthis.at/stayfm/hoerwerk05susanne-thomalokale-agenda-2103-09-21/

hör:werk die Vierte

selbstgestaltete Zeitung, di auf dem Titelblatt die vierte Sendung vom hörwerk ankündigt

Am 25. August 2021 waren wir wieder zu hören – mit unserer vierten Live-Sendung. Von 12 bis 14 Uhr ging es auf stayfm.com in unserem Mittags-Talk zu Kunst, Kultur, Inklusion und Diversity.

Schwerpunkt-Thema war Afghanistan. Zu Beginn wurde der Musiker und Schauspieler Pouya Raufyan vorgestellt. Es wurde auch seine Musik gespielt. Wir haben einen eigenen Beitrag zu ihm erstellt (Link).

Erster Studio-Gast war HasanWalizada. Hasan ist als unbegleiteter Minderjähriger gemeinsam mit seinem Zwillings-Bruder nach Deutschland gekommen. Er hat gerade eine Ausbildung abgeschlossen. Jetzt möchte er sein Abitur nachholen. Er berichtet von einem Demokratie-Projekt für Jugendliche. Dort hat er mitgemacht. Das Quiz wurde für Jugendliche am Gaswerk veranstaltet. Dabei war auch die Stadträtin Franziska Wörz.

Als zweiter Studio-Gast folgte Farhad Sidiqi. Als Musiker nennt er sich Farhad Jooyenda. Er war bereits in Afghanistan bekannt. Auch er erzählte von seinem Ankommen in Deutschland und wie es weiter ging. Mithilfe seiner Musik konnte er dem Leben in der Unterkunft entfliehen. Und er konnte Netzwerke knüpfen.

Das Ganze wurde abgerundet von einer Menge hörenswerter Musik – von Lienne, von Gamazda, von der 1980 in Augsburg gegründeten Punkrock-Band „Impotenz“ und auch von Jooyenda, dem Studio-Gast.

Habt ihr die Sendung verpasst? Dann könnt ihr sie hier im Sender-Archiv anhören.
https://hearthis.at/stayfm/hoerwerk04susanne-thomachristian-peters25-08-21/

hör:werk die Dritte

auf eine Jeansjacke sind die Wörter Hörwerk, die Dritte gestickt

Wieder zwei Stunden auf Sendung und auch diesmal mit tollen Gästen. Am 28. Juli 2021 war unsere 3. Live-Sendung von 12 bis 14 Uhr auf stayfm.com zu hören – unser Mittags-Talk zu Kunst, Kultur und Inklusion. Im Studio war Susanne Thoma vom hör:werk-Team zusammen mit Lina Mann. Mit viel Musik von lokalen Bands und einer Playlist von Christiane Lembert-Dobler, der Leiterin des Friedensbüros. Sie stellte die Arbeit des Friedens-Büros und das Programm des diesjährigen Friedens-Festes vor. Sie sprach über den Begriff Für_Sorge. Es gab einen Beitrag über „Musik für Flugräder“ sowie über die „Faces of Moms“ von Miriam Artmann. Als Gast war vor Ort unser Augsburger Kulturreferent Jürgen Enninger. Er stellte im Gespräch seinen Plan vor, wie er die Augsburger:innen in Bewegung bringen will. (#aufsburgbewegt). Miriam Artmann hat einen Beitrag mit den Initiatorinnen und Künstlerinnen des Foto-Projekts „Faces of Moms“ erstellt. In einem zweiten Einspieler berichtet sie von dem Flugrad-Tüftler Gustav Mesmer und der „Musik für Flugräder“, eine Komposition, die im Textil-Museum aufgeführt wurde. Auch das „Leuchtenfeld“ und das Wand-Bild an der Gögginger Strasse, das anlässlich des Friedensfestes entstand, waren Themen.

Habt ihr die Sendung verpasst? Dann könnt ihr sie hier im Sender-Archiv anhören.
https://hearthis.at/stayfm/hoerwerk03susanne-thomalina-mann28-07-21/

Inklusive Kunst

Art in the Dark, Lseung

Auf dem Gaswerk-Gelände entstand ein inklusiver Kunstpfad (Kunstweg). Kunst ist so etwas wie Arbeit. Mehrere Personen arbeiten zu einem Thema und zeigen ihre Arbeiten. Das Thema vom Kunstpfad am Gaswerk ist: Ich sorge für dich (i care for you).

Inklusion bedeutet, dass alle mitmachen können. Das ist ein schöner Traum. Ein Kunstweg für alle Menschen. Das ist schwierig, weil die Menschen die unterschiedlichsten Bedürfnisse haben. Nicht alle Bedarfe kann man gleichzeitig immer erfüllen. Inklusion ist ein Auftrag an die Gesellschaft, der nie ganz gelingt. Es ist ein Versuch und ein Wachsen. Beim Kunstpfad am Gaswerk können viele Menschen selbstständig und eigenständig teilhaben. Oder sie haben einen Helfer dabei.

Besonders gut teilnehmen können sehende, blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung. Die Künstler:innen haben versucht die Bedarfe der Menschen mit Sehbehinderung zu erfüllen. Mit einem Plan vom Gaswerkgelände zum Tasten können sich blinde Menschen die Umgebung besser vorstellen. Bilder werden besonders beschrieben. Hörstationen, die man mit einem Quickreader Zeichen auf dem Handy öffnen und hören kann, machen Bilder und die Umgebung besser vorstellbar. Es ist ein Kunstpfad für alle Sinne. Sehen, hören, tasten. Riechen und schmecken kann man verschiedene Kräuter auf dem Weg durch den Gaswerkpark. Dort ist der Kunstpfad mit seinen fünf Stationen zu finden.

Am Sonntag, 25. Juli war die Eröffnung. Der Verein Pareaz e.V., die Blindenseelsorge des Bistums, das Friedensbüro und Künstler:innen haben Gäst:innen eingeladen. Ungefähr 30 Leute kamen zum Gaswerkgelände. Es waren einige blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung dabei, sogar ein Führhund. Die Gäst:innen, Künstler:innen und Veranstalter:innen gingen von Station zu Station. Susanne Thoma begrüßt die Menschen beim Portalgebäude und heißt sie herzlich willkommen. Sie erzählt vom Kunstpfad.

Die erste Station heißt: Gasius, Schutzpatron im Gaswerk. Ein blinder Künstler macht Kunst im Dunkeln (www.artinthedark.de). Er liest gerne und sehr gut in Blindenschrift vor. Der Künstler heißt Wolfgang Böhme. Zuhörer:innen können eine Dunkelbrille aufsetzen. Mit der Dunkelbrille können sie ein bisschen wie blinde Menschen hören und spüren. Wolfgang Böhme steht an einem Stehpult auf einem Steg im Gaskessel. Wolfgang Böhme erzählt, wie Gasius, der Schutzpatron des Gaswerkes für die Arbeiter früher wichtig war. Die Arbeiter im Gaswerk brauchten seine Fürsorge. Sie baten um seinen Schutz und seine Fürsorge. Im Krieg wurde ein Gebäude beschädigt und ganz schnell wieder repariert. Gasius kann man auch heute noch im Frühjahr als Schattenfigur am Teleskopbehälter sehen. Hören konnte man Gasius am Sonntag mit der beeindruckenden Stimme von Wolfgang Böhme. Wolfgang spricht langsam, laut und deutlich: Ich bin Gasius. Der Gaskessel ist riesig und sehr hoch. Der Gaskessel hat einen guten Klang und guten Schall. Die Zuhörer:innen hören gut und freuen sich. Neben Wolfgang Böhme steht ein Mann. Er ist ein Helfer. Wenn Wolfgang Böhme Unterstützung braucht, ist er da. Der Helfer heißt Assistent und sorgt dafür, dass der blinde Mensch gut leben kann. Er hilft nur da, wo der blinde Mensch sein Leben nicht selbstständig führen kann. Der Assistent führt Wolfgang Böhme über den schmalen Steg aus dem Gaskessel.

Alle Menschen brauchen Für-Sorge. Hilfe und Unterstützung auf unterschiedlichste Art. Die Arbeiter im Gaswerk früher genauso wie blinde Menschen heute. Wie kann das Leben von Menschen gut gelingen?

Carolin Aumann alias Lina Mann öffnet einen Koffer, auf dem steht: Fürsorge (Take care). Was ist drin? Zeichen für Gegenstände, Menschen, die blinde Menschen für ein gutes Leben brauchen: Menschenrechte. UN-Behindertenrechtskonvention, Computer und Smartphone, Hilfsmittel, Blindenschrift, Pläne zum Tasten, Musik, gute Vorleser, Mut, Freunde, Humor, Familie, gute Helfer (Assistenten). Was gehört noch in den Koffer? Jeder kann noch etwas dazu legen, deshalb gibt es weiß Blätter im Koffer. Ob das Leben von blinden und sehbehinderten Menschen gelingt, wenn der Koffer gut gepackt ist, hängt auch vom Glück, dem Schicksal, vielen Dingen und der Selbstfürsorge ab.

Die Besucher:innen des Kunstpfades entdecken bei der zweiten Station Blaudrucke. Fotos wurden auf Leinenstoff übertragen und blau gefärbt. Das ist eine besondere Arbeit. Die fertigen Stoffe wurden sanft um acht Bäume gelegt und an Ösen mit Gummihaltern an den Baumstümpfen befestigt. Sehende Menschen haben die Ausstellung im Freien mit eigenen Worten beschrieben. Bäume und Drucke sind eins. Menschen mit Sehbehinderung können über ihr Handy und Quickreader-Zeichen Hör-Datei abrufen und Audiodeskriptionen (Bildbeschreibungen) von Claudia Böhme hören. Claudia Böhme ist blind und Expertin für Bildbeschreibungen. Zusammen mit Unterstützer:innen findet sie Worte, wie Unsichtbares für blinde Menschen durch sehr genaue Beschreibung sichtbar werden kann. Claudia Böhme hilft anderen blinden Menschen, dass sie sich besser vorstellen können, was sie nicht sehen. Vorstellungskraft anderer blinder Menschen. Die beschreibt Fotos, Theaterstücke und Filme. Die Blaudrucke und die Bäume fügen sich gut in Natur und übriggebliebene Industriearchitektur, die Häuser um den Park ein.

Die Gruppe spaziert zu den Stationen drei und vier: Shelter I und Shelter II (Shelter heißt Unterschlupf): Auf dem Gaswerkgelände gibt es einige Luftschutzräume.  Die Räume, die Bunker heißen, darf man heute nicht betreten. Im Krieg suchten die Gaswerksarbeiter dort Schutz. Manchmal gab es Luftangriffe während der Arbeit. Eine schlimme Erfahrung. Diese Erfahrung vergisst man nicht. Heute können die Besucher der Station diese Erfahrung schwer nachempfinden. Die Künstler helfen mit ihrer Station, dass die Besucher sich etwas in die Lage von damals hineinversetzen können. Eine Frau, die alles miterlebt hat, erzählt und berichtet in einem Film. Mit einer Art 3-D Brille und Hördateien können die Besucher erspüren, was damals Grausames geschah und wie die Menschen in den Räumen unter der Erde Schutz suchten.

Lost (verloren, untergegangen) heißt die fünfte Station. Die Künstlerin Stefanie Kraut hat den Grundriss, die Fläche des Schutzraumes mit Pfosten und Bändern nachgezeichnet. über dem Bunker ist heute eine Wiese. In die Wiese hat Stefanie Kraut die Buchstaben L O S T als Grasbuchstaben wachsen lassen. Damit das gelingen kann, braucht die Künstlerin Geduld, Abwarten und hoffen, dass es gut wird. Blumen am Rand der Bunkerwiese sind Zeichen der Verwandlung, der Hoffnung, dass sich das Schlimme mit der Zeit zum Guten wendet. Blinde Menschen können die Wiese erwandern, ertasten, schmecken, riechen und sogar hören, weil Claudia Böhme auch dazu eine genaue Beschreibung erstellen wird. Das Gras und die Wiese brauchen die Fürsorge von Stefanie Kraut und ihren Helfer:innen. Dann kann das Gras wachsen und die Buchstaben sichtbar werden. Das ist gelungen, weil Stefanie, Liebe, Leidenschaft und Können eingesetzt hat. Die Besucher:innen durften die Wiese betreten und den Schutzraum in seiner Größe erleben. Sauerampfer in der Wiese wurde gepflückt. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Imbiss für den Geschmackssinn. Mit Mohn, Sauerkraut, Kartoffeln, Tomaten und Petersilie gefüllte Schnecken sollten an einfache Speisen von früher erinnern. Den teilnehmenden Künstler:innen und Helfer:innen wurde als Dank eine Sonnenblume überreicht. Der Kunstpfad kann jetzt selbstständig besucht werden.

Infos: www.gasiusworx.de/kunst-pfad/

Art in the Dark – Lesung mit Musik

Text Ar in the Dark als Schriftzg im Dunkeln

Art in the Dark entstand vor vielen Jahren als ein Projekt von mehreren Menschen, die sich für Literatur und Musik interessieren. Ausgedacht haben es sich Wolfgang Böhme, Andreas Ilic und Christian Hupf. Sie haben teilweise eine Sehbehinderung. Es geht um Dunkel-Lesungen mit Musik.

Wolfgang Böhme arbeitet mit Texten. Er schreibt sie auch teilweise selber. Er hat Spaß am Vortragen. Er mag auch gern Lustiges. Oft liest Böhme Ausschnitte von „Mein Name sei Gantenbein“. Das ist ein Buch des Schriftstellers Max Frisch. Und es gibt auch musikalisch begleitete Auftritte von „Gerd und seine Abenteuer“. Das ist eine „autobiographisch angehauchte“ Erzählung von Wolfgang Böhme. Autobiographisch heißt, der Erzähler hat Teile der Erzählung selbst erlebt. Die Haupt-Person in der Erzählung ist dem Autor ähnlich. Bei „Gerd und seine Abenteuer“ ist das ein Mann namens Gerd. Gerd ist ungefähr 30 Jahre alt. Er kann immer weniger sehen. Er wird blind werden. Aber er will darüber nicht immer nur traurig und wütend werden. Er will Neues einüben. Er will, das was ihm geschieht, als Herausforderung begreifen. Das Leben als Abenteuer! So will er es fortan sehen. Böhme wird hierbei oft begleitet von Stefan Kessler und der Gruppe Jazz-Oase.

Beim Kunst Pfad gibt es eine kurze Lesung mit Art in the Dark im Gas-Speicher. Sie handelt von Gasius, dem Schutzpatron der Beschäftigten des Gaswerks Augsburg. Die Geschichte von Gasius und den Gasbehältern ist in einer Audioarbeit von Susanne Thoma festgehalten. Neben einer Installation finden mehrere Live-Events mit Dunkel-Lesungen statt. Das Kunsterlebnis soll mit möglichst vielen Sinnen erfahrbar sein.

Mehr zu Art in the Dark unter www.artinthedark.de.

I care for you – Kunst Pfad

Bild eines Waschraums, Montage mit Wörten, n

Unsere Welt ist durch Sorge und Fürsorge aufgrund der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus geprägt. Das Kunstprojekt „I care for you“ am Gaswerk Augsburg fragt, wie eine fürsorgliche Welt aussehen kann. Beim Kunst-Pfad auf dem Gelände des Gaswerk haben verschiedene Projekt-Gruppen mitgemacht. Sie haben folgende Stationen ausgearbeitet:

GASIUS – Schutzpatron des Gaswerks: Installation am Gasbehälter
BLAU MACHEN: Fotocollagen auf Stoff im Parkgelände
SHELTER I. 3D-Erlebnis mit einer Virtual-Reality-Brille
SHELTER II/ BUNKERSTILLE: Sounderlebnis am Smartphone
LOST: Intervention auf der Wiese über dem Luftschutzbunker

Wie können wir besser für uns sorgen? Das Gaswerk ist alt und früher gab es hier viele technische Anlagen. Mit ihnen wurde Gas hergestellt. Einerseits sind die Gebäude sehr schön. Andererseits, so kann man sich denken, gab es viele Gefahren für die arbeitenden Menschen. Wie wurde für sie gesorgt? Was können wir für heute daraus lernen? Mit dem Kunst Pfad verbinden wir gestern und heute und regen zum Nachdenken darüber an, wie unsere Welt besser werden kann.

Hinweise zum Erkunden

Beginne tatsächlich mit der ersten Station GASIUS – Schutzpatron am Teleskop-Gasbehälter. Dann verstehst du den Zusammenhang besser und bekommst einen roten Faden an die Hand. An jeder Station findest du eine Hinweis-Tafel mit einem oder mehreren QR-Codes. Du brauchst ein Smartphone mit einer App, die diese QR-Codes lesen kann. Der QR-Code lenkt dich zu weiteren Medien wie Sound und Bild. Für das Aufrufen eines 360°-Bildes an der vierten Station brauchst du einen VR-Media-Player. VR steht für Virtual Reality. Wenn du zusätzlich eine Google Cardbox verwendest, kannst du dein 3D-Erlebnis intensivieren. Für noch mehr Raumerfahrung gibt es spezielle Brillen. Du kannst die Geräte bei Gasius Worx ausleihen. Wende dich hierzu an kontakt@gasiusworx.de.

Führungen

Es ist wichtig, sich vorher schriftlich anzumelden. Bitte per E-Mail an kontakt@gasiusworx.de. Für Menschen mit einer Seh-Behinderung steht ein taktiler Gelände-Plan zur Verfügung. Am Portal-Gebäude findest du eine Übersichts-Tafel und eine Box mit einem Flyer.

Künstler*innen/Mitwirkende: Ingrid Alsmann, Claudia Böhme, Wolfgang Böhme, Marion Goth, Stefanie Kraut, Lina Mann, Susanne Thoma, Arnold Schenk, Sophie Te; in Kooperation mit Gaswerksfreunde Augsburg e.V., der Blindenseelsorge des Bistums Augsburg und dem Friedensbüro; unterstützt durch die Stadtwerke Augsburg.

Blau drucken lernen

Fotos im Chemiebad

Die Fotografin Ingrid Alsmann hat gezeigt, wie man Fotos in blauer Farbe macht. Das nennt sich Blaudruck-Verfahren. Dafür werden Flüssigkeiten auf Foto-Papier aufgetragen. Das Foto-Papier trocknet dann im Dunkeln. Danach legt man darauf Foto-Negative oder Sachen wie Blüten und Gräser. Das Ganze hält man dann ins Sonnenlicht. Die Farben werden anders. Von Grün nach Blau nach Braun. Die Umrisse der Gräser und Blüten oder das Foto sind auf dem Papier zu sehen. Dann in Wasser abwaschen und fertig ist das schöne Bild. Allen hat es gefallen.

Als Nächstes wird auf diese Weise Stoff bedruckt.

hör:werk die Zweite

Reklameschrift am Haus mit Texr

Und diesmal gleich zwei Stunden. Soviel haben wir zum Thema Diversity und barrierefreies Ausgburg zu sagen und soviel gibt es darüber auch zu berichten. Am 23. Juni 2021 war unsere 2. Live-Sendung von 12 bis 14 Uhr auf stayfm.com zu hören – unser Mittags-Talk zu Kunst, Kultur und Inklusion. Mit viel Musik der 60er, 70er und 80er Jahre. Im Studio war Susanne Thoma vom hör:werk-Team zusammen mit Christian Peters. Es gab einen Beitrag über „Musik visuell erleben“ von Miriam Artmann. Dann kamen die anderen hör:werk-Mitarbeiterinnen Barbara Thiele (per Telefon) und Lina Mann zu Wort. Als Gast war vor Ort außerdem Katharina Dehner vom Fugger- und Welser-Museum. Am Telefon war Ursula Vogele, eine Teilnehmerin an einer Führung im Fugger- und Welsermuseum. Weitere Theman waren: Wie politisch ist Fußball? Wer war die Schiftstellerin Helen Keller? Wie geht das Projekt „I care for you – inklusiver Kunst Pfad am Gaswerk“ voran?

Habt ihr die Sendung verpasst? Dann könnt ihr sie hier im Sender-Archiv anhören.
https://hearthis.at/stayfm/hoerwerk02susanne-thomachristian-peterslina-mann23-06-21/

Oma-Quadrate am Gaswerk

Installation mit Haekel-Quadtraten.

Am Gaswerk-Quartier gab es bisher wenig Kunstsachen oder Aktionen von älteren Menschen. Die Aktion »Granny Squares« soll das zeigen. Frauen aus Kriegshaber und Oberhausen haben »Oma Quadrate« gehäkelt. Granny Squares heisst Oma-Quadrate in englischer Sprache. Die bunten Quadrate erinnern an das Lebensgefühl der 70er und 80er Jahre. Das waren für einige Menschen aufregende, schöne Jahre. Viele erinnern sich an wilde Zeiten nach dem Motto „Love, Peace und Rock‘n Roll“ (Englisch: Liebe, Frieden und Rock-Musik).

1970 wurden am Gaswerk erste Häuser stillgelegt und auch abgerissen. Da, wo die »Oma Quadrate« befestigt wurden, war der Haupt-Ort der Gas-Herstellung. Der Hof hat viel Schotter und Stein. Er wirkt daher trist und traurig. Die Häkel-Quadrate machen den Hof bunt. Vorne steht eine kleine Kommode vom Sperr-Müll. Diese passt hier wunderbar hin. In der Schublade ist Häkel-Garn und ein Zettel. Auf dem Zettel steht geschrieben, wie ein Quadrat gehäkelt wird. Vorbeigehende Menschen können bei dieser Wand-Gestaltung mitmachen.

Das Projekt gehört zu eine Initiative, die sich GASIUS WORX nennt. Das Projekt hat sich Susanne Thoma von GASIUS WORX ausgedacht.