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Hallo, wir sind’s

Wir stellen euch hier die lustige Truppe vor, die beim hör:werk dabei ist. Im Frühjahr 2021 haben wir das Webradio gegründet und seither ausprobiert, wie sich das Livesenden so anfühlt. Kommt vorbei und macht mit!

Augsburger Kültürtage

Die Augsburger Kültürtage gibt es schon seit 2010. Dieses Kulturfestival soll die deutsche und türkische Kultur zusammenbringen. Dabei will dieses Festival auch das Verständnis und das Zusammenleben zwischen den Menschen aus den beiden Kulturregionen untereinander fördern. Ebenso sollen die Gemeinsamkeiten zwischen deutscher und türkischer Kultur deutlich werden. Das Wort Kültürtage ist ein deutsch-türkisches Wortspiel. Der Buchstabe „ü“ kommt im Türkischen sehr oft vor.

Die Veranstaltungen bei den Kültürtagen finden an verschiedenen Orten statt. Vom Kulturcafe Neruda über die Stadtbücherei bis hin zu den Kulturhäusern Abraxas und Kresslesmühle. Dabei gibt es Ausstellungen, Konzerte, Theater und Kabarett. In diesem Jahr können durch die Corona-Pandemie nur wenige Veranstaltungen stattfinden.
Die Eröffnung der Kültürtage 2021 war am 2. November im Neruda mit einem bunten Programm. Bereits einige Tage vorher wurde schon eine Radioshow als Hinweis zu den kommenden Kültürtagen auf dem Augsburger Webradio StayFM ausgestrahlt. Auch die Lesung mit dem Titel „Houkota“ war schon vorher im Hochzoller Kulturhaus Holzerbau. Präsentiert wurde dabei der türkische Poet Orhan Veli und dessen dichterisches Werk. Dieses ist in Türkei sehr beliebt und wird dort viel gelesen. Aber bei uns in Deutschland hingegen ist es ziemlich unbekannt. Das gilt auch für seinen Autor. Die Lesung im Holzerbau war in zwei Sprachen: auf Türkisch wurde es von Fikret Yakaboylu gelesen. Er gehört zu den Gründern des Kultuvereins Kültütage e.V. Und er betreibt auch das Kulturcafé Neruda. Auf Deutsch las Dr. Michael Friedrichs einige Gedichte von Orhan Veli vor. Friedrichs arbeitet im Augsburger Wissner-Verlag. Natürlich wurde auch über den türkischen Autor gesprochen. Die passende Musik dazu spielte Raphael Kestler mit seiner Gitarre.

Im Kulturhaus Kresslesmühle wurde eine vielfältige Veranstaltung aufgeführt. Sie bestand aus verschiedenen Darstellungen und Künstlern mit ihren Gedanken zur Corona-Pandemie. Gesprochen, aufgeführt und gezeigt wurden: Texte, Fotografien, Musik, Tanz, Pantomime und Sketchen. Auf der Bühne taten dies die Künstlerinnen und Künstler Yasar Dogan, Fabio Esposito, Hugo FonFon, Michael Friedrichs, Kathrin Jung, Kathrin Knöpfle, Elisabeth Lehner und Jens Saul. Auch im Kulturhaus Kresslesmühle konnten die Zuschauer:innen die besten Szenen der verschiedenen Produktionen aus 10 Jahren Kültürtage auf der Bühne hören und sehen. Die Schauspielerinnen und
Schauspieler brachten ihre Lieblingsstücke aus der Kabarett-Reihe „Döner mit Sauerkraut“ und vielen anderen Kültürtage-Aufführungen auf die Bühne. Durch die Corona-Regeln mit viel Fantasie geändert. Natürlich mit dem richtigen Abstand vor dem Publikum gespielt.

Im nächsten Jahr finden die Kültürtage unter dem „Weibsbilder“ stat. Geplant sind zehn Veranstaltungen, auf die wir uns schon freuen.

Text: Arno Löb, Bilder 1, 2, 6, 7: Christine Walter, Bilder 3, 4, 5: M. Mukhtari

Kurz gefasst

Was für ein Aufreger, die erste halbe Stunde unserer 8. Sendung ging das Internet nicht. Deshalb hier eine etwas kürzere Radioshow. Zu Gast war ein Gruppe von jungen Leuten vom St. Elisabeth Förderwerk, die mal ins Radiomachen reinschnuppern wollten. Außerdem ein Beitrag von Miriam Artmann. Sie hat Fikret Yakaboylu von den Kültürtagen interviewt.

Hörend sehen

Die Audiodeskription ist für blinde oder sehbehinderte Menschen eine wichtige Methode um das Geschehen auf der Bühne, auf dem Bildschirm, auf der Leinwand oder auf dem Fußballfeld hörend sehbar zu machen. Eine Stimme beschreibt die wichtigen Situationen im Film, im Fernsehen oder im Theater. Sie ertönt, wenn im Film, im Fernsehen oder beim Theaterstück nicht gesprochen wird. Genau gesagt werden in die Sprechpausen hörbare Kommentare eingefügt. Mit möglichst wenig Worten, wird das Geschehene beschreiben. Sitzen diese Menschen im Publikum, kann die Audiodeskription per Funk nur von ihnen live über Kopfhörer erfolgen. Zu Hause natürlich über die Lautsprecher des Fernsehers oder des Computers.

Eine Spezialistin für Audiodeskription ist die vielseitige Claudia Böhme. Zusammen mit einem sehenden Menschen schreibt sie als blinde Autorin die Texte für Museen, Ausstellungen, Filme oder bereitet sich mit ihm auf eine Live-Übertragung bei Sport oder Theater vor. Sie wurde zu einer Sendung von Radio hör:werk eingeladen, um ihre Arbeit mit Audiodeskription zu erklären. Mit dem Staatstheater Augsburg erstellte sie eine viel gelobte Audiodeskription für die Rockoper „Jesus Christ Superstar“ auf der Freilichtbühne. Blinden und sehbehinderten Menschen wurde so ermöglicht dieses Musical nicht nur als Hörspiel zu erleben. Sie erhielten außerdem im Kopf eine Vorstellung vom Gesamteindruck der Aufführung.

Zu diesem Musical wurde als gelebte Inklusion für die blinden und sehbehinderten Menschen vom Staatstheater Augsburg mit dem Regisseur David Ortmann in Zusammenarbeit mit Claudia Böhme ein besonderes Rahmenprogramm angeboten: Bei einer exklusiven Einführung konnten vorab Kostüme, Requisiten und Teile des Bühnenbilds ertastet und kennengelernt werden. Ortmann war von dieser Aktion begeistert und hat weitere Audiodeskriptionen beim Staatstheater Augsburg versprochen.

Claudia Böhme erhielt für ihre hervorragende Arbeit 2016 bei dem Film „45 Years“ den Deutschen Hörfilmpreis. Bekannt ist sie auch durch ihre Audiodeskription für den „Tatort“ im Fernsehen. Sie empfiehlt den Film „Tanze Tango mit mir“ als gutes Beispiel für einen gelungenen Deskription.

Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, hat schon als Theater-Dramaturgin gearbeitet. Sie meint als Jury-Mitglied zum Preis für die beste Audiodeskription des Jahres: „Dieser Preis gehört auf die Tagesordnung in jedem Jahr. Die Audiodeskription gehört in die Welt des Films, genau wie die Berlinale,
genau wie der Oskar, genau wie die Lola. Und ich freue mich, dass immer mehr Menschen begreifen, welche Bedeutung dieser Preis hat. Denn er ist einer der wichtigsten Menschenrechtspreise in unserem Land!“

Beitrag von Arno Loeb

Fehler Kuti – wenn Politik auf Musik trifft

Der Musiker Fehler Kuti heißt eigentlich Julian Warner. Er macht auch Theater. Dass er auch Kultur-Anthropologie studiert hat, hört man an seinen Texten. Kultur-Anthropologie ist die Wissenschaft von Menschen und Kulturen.

Fehler Kuti – das ist eine humoristische Verfremdung des Namens Fela Kuti. Er war ein nigerianischer Afrobeat-Musiker. Als mal jemand ein Bühnenfoto von Juliam Warner gesehen hat, sagte er, sehe aus wie Punkband-Version des afrikanischen Musikers. Das hat Julian Warner gefallen. Genau wie Fela Kuti macht auch Fehler Kuti politische Musik.

Sein erstes Album hieß „Schland Is The Place For Me“. Es handelt viel von Rassismus. Menschen mit einer bestimmten Abstammung oder Religion werden manchmal einer Rasse zugeordnet. Rassismus geht aber noch viel weiter. Gewisse Völker oder Menschen werden oftmals als dumm, faul oder auf eine andere Art minderwertig dargestellt.

Das Album „Professional People“ kam im Sommer 2021 heraus. Es handelt von Solidarität, Ungerechtigkeit, Klassen- und Verteilungskämpfe – auch während der Corona-Krise. Wenn Menschen solidarisch handeln, fühlen sie, dass sie zusammen gehören oder etwas gemeinsam erreichen wollen. In der Corona-Krise hat Fehler Kuti gesehen, wie zum Beispiel Musiker:innen und auch andere Menschen keine staatlichen Hilfen bekommen haben. Diese Erfahrungen hat er zum Thema seiner Songs gemacht.

Die Musik ist experimentell. Vieles ist elektronisch. Seine Texte sind auf Englisch gemixt mit Deutsch, auch „Denglisch“ genannt. Fehler Kutis Eltern waren als Anghörige der britichen Armee in Deutschland stationiert. In seinem Elternhaus wurde Englisch gesprochen. Für einige deutsche Wörter wurde im Gespräch oft so schnell kein englisches Wort gefunden, dann Denglisch gesprochen. Fehler Kuti meint: „Es geht auch um diesen Zwischenraum: Ich habe einen britischen Pass, einen deutschen Pass werde ich wahrscheinlich nicht bekommen, obwohl ich hier geboren bin. Und das umzudeuten, darum geht es mir. Zu sagen: Es gibt auch eine (..) Kultur, die aus diesem Zwischenraum erwächst“. Diese Zwischenräume sind auch in der Musik zu hören.

Dieser Beitrag ist in einfacher Sprache gehalten. Er geht zurück auf einen Beitrag von Ralf Summer für den Bayerischen Rundfunk und einem Interview im „Popcast“, dem gemeinsamen Podcast vom Goethe-Institut und dem BR Zündfunk.

Walk OFF fame – ein Audio-Walk

Künstler:innen von bluespots productions haben einen audio-gestützten Spaziergang zur kolonialen Geschichte Augsburgs entwickelt. Es ist eine geführte Spazierroute mit Hör-Beiträgen. „Walk OFF fame“ ist ein Wortspiel mit den englischen Worten Walk (für Spaziergang), off (für aus) und fame (für Ruhm). Mit dem Spaziergang soll der koloniale Ruhm beendet und hinter die Geschichte gesehen werden.

Kolonialismus sagt man zu der Eroberung von Land auf anderen Erdteilen durch Gewalt durch europäische Länder. Die dort lebenden Menschen wurden dabei nicht gefragt. In den Ländern wurden oft Städte und Festungen gegründet. Damit von dort das Land überwacht und ausgebeutet werden konnte. Es ging vor allem um Gold, Silber und Edelsteine. Später kamen auch Baumwolle, Kaffee, Kakao, Tee oder Bananen dazu. Es wurde auch mit Sklaven gehandelt und gefangene Menschen wurden als Eigentum verkauft. Von diesem Handel haben nur die Länder in Europa profitiert. Die sogenannten Kolonien wurden ausgebeutet. Post-Kolonialismus bedeutet, sich mit dem Kolonialismus und seinen Folgen auseinander zu setzen. Und dabei sich auch bewusst zu werden, dass einige Muster auch heute noch Bestand haben.

Der Audio-Walk führt vom Rathaus-Platz zum Park am Roten Tor. Die Texte zum Hören zeigen die andere Seite der glänzenden Augsburger Vergangenheit: Welche koloniale Spuren finden sich in Augsburgs Stadtbild? Die Sicht von Menschen, die bisher gar nicht oder nur wenig Gehör gefunden haben, wird erzählt. Lügen aus der Geschichte werden als solche entlarvt. Das, was man bisher dazu dachte und wusste, wird kritisch beleuchtet.

Startpunkt: Rathausplatz (Augustusbrunnen)
Dauer: ca. 100 Minuten
Ende: Park am Roten Tor

Der postkoloniale Audiowalk ist ab sofort dauerhaft verfügbar in der App storydive unter der Webadresse get.storydive.de. Mehr Infos zur Handhabung gibt es auf der Website von bluespotsproductions.

Konzipiert wurde der postkoloniale Audiowalk von bluespots productions und postcolonial realities.

Spuren von Menschen – Kunst kennt keine Barrieren

2 Bildcollagen auf Staffeleien

Menschen möchten gerne Spuren hinterlassen. Das gilt für alle Menschen, also auch für Menschen mit Behinderungen. „Aber wie geht das?“, fragt der Heilerziehungspfleger und Künstler Romano Gurgi-Mondigi. Das künstlerische Schaffen von Menschen mit Behinderungen ist oft nicht zu sehen. Ein Mensch mit Behinderung kann meistens nicht dafür sorgen, dass die eigene Kunst sichtbar wird.

Gurgi-Mondigi meint, dass „im Kleinen jeder Mensch die Welt bewegt. Da geht es nicht um Berühmtheit oder Welt-Politik“. Er beklagt, dass betrunkene Passanten in einer Stadt wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommen würden als Menschen mit Behinderung, die im Keller sitzen und malen. Daher machte er mit behinderten Menschen eine Kunst-Aktion. Die Werke behinderter Künstler:innen sollten Öffentlichkeit erhalten. Sie sollten somit Spuren hinterlassen. Im Sommer 2021 wurde eine Zusammenarbeit mit der Augsburger Moritzkirche und dem Domenikus-Ringeisen-Werk beschlossen. Gurgi-Mondigi erstellte mit behinderten Menschen verschiedene Kunst-Werke. Er besorgte das nötige Material, die Farben, die Pinsel, die Werkzeuge. Die Kunstwerke wurden von den Künstler:innen selbst geschaffen. Es entstanden ja nach Begabung Bilder, Collagen, Skulpturen und Figuren. Diese wurden dann im Begegnungs-Café „moritzpunkt“ ausgestellt. Der Titel der Ausstellung lautete: „Unsere Spuren – Kunst kennt keine Barrieren.“

Die Ausstellung zeigte, dass künstlerisches Tun keine Frage einer körperlichen oder geistigen Einschränkung ist. Denn Kunst ist keine Erfindung, sondern eine Schöpfung. Gurgi-Mondigi freut sich über das Interesse an der Ausstellung und neue Kontakte. Diese können neue Aktionen mit offenen Werkstätten ergeben. Auch Workshops mit der der Universität in Augsburg. Für den nächsten Sommer plant Gurgi-Mondigi eine öffentliche Veranstaltung mit malenden Rollstuhlfahrer*innen auf dem Augsburger Moritzplatz. Gurgi-Mondigi weiß: „Im Begegnen und Vertrauen können Barrieren abgebaut werden.“

Die Filmemacherin Stefanie Sixt hat darüber einen Film erstellt. Sie zeichnet das Entstehen dieser besonderen Kunst nach. Auch die Ausstellung wird im Film gezeigt.

Text: Arno Loeb, Barbara Thiele, Foto: Arno Loeb

Rap und echte Kerle

Zwei große Regenbogen-Fahnen im Regen

Vor allem im Mainstream-Rap sind die Musiker weiterhin noch echte Kerle. Das ist so in den Bildern und in den Texten. Frauen sind meist nur schmückendes Beiwerk und Sex-Objekte. Mainstream ist ein englisches Wort. Es bedeutet „Hauptströmung“. Der Mainstream spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider. Zum Massen-Geschmack gehört eben auch Gangsta- und Porno-Rap. Auch wenn die Musiker oft nur so tun, als seien sie Gangster. In Deutschland sind sehr viele Rapper diesem Stil verfallen. Zur Szene gehört die Verachtung von Homo-Sexualität und von Frauen. Dazu kommt die Verherrlichung von Gewalt.

Die Berliner Rapperin Sokee hat schon früh darauf hin gewiesen. Sie fand das schlecht und hat das auch so gesagt. Viele erfolgreiche Rapper in Deutschland sind aus Migranten-Familien. Migrant:in meint Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind. Die in anderen Ländern geboren und aufgewachsen sind. Migrant:innen werden oft diskriminiert. Diskriminierung heißt, Menschen schlechter zu behandeln als andere Menschen. Zum Beispiel werden Menschen beschimpft, weil sie aus einem anderen Land kommen. Oder manchmal bekommt eine Frau einen Arbeits-Platz nicht, weil sie eine Frau ist. Oder manchmal darf ein Mann beim Sport nicht mitmachen, weil er homo-sexuell, also schwul ist. Das sind Beispiele für Diskriminierung.

Sokee findet es um so schlimmer, mit eigener Diskriminierungs-Erfahrung andere zu diskriminieren. Sie versteht nicht, dass diese Rapper Homo-Sexuelle und Schwulsein so hassen. Und davon singen. Sokee bezeichnet sich als queer. Queer (ausgesprochen: Kwier) kommt aus dem Englischen. Es heißt sonderbar, eigenartig oder komisch. Menschen sagen von sich selber, dass sie queer sind. Sie wollen sich abgrenzen von der „normalen“ festgelegten Hetero-Sexualität. Dass es immer nur Bilder und Geschichten davon gibt. Dass eine Frau nur einen Mann lieben darf und ein Mann eine Frau. Queere Menschen bezeichnen sich gerne als sonderbar. Und finden es gut, dass da Platz entsteht für mehr. Mehr an Vielfalt und Leben.

Sokee bei Wikipedia mit umfangreicher verlinkter Materialsammlung

Website von Sokee (mit Musik- und Konzert-Ausschnitten)

Bild: Corinna Behrens – Pixabay

KunstGang verschönert Schaufenster

Ans Fenster gemalter Schriftzug "KunstGang"

Leben in die Stadt bringen – das wollte das Projekt KunstGang. Mit einer Ausstellung von Künstler:innen in der Augsburger Innenstadt. Die Kunst-Werke waren in 18 Schaufenstern und Vitrinen zu sehen. Mit diesem Projekt sollte die Innenstadt zu einem Besuch einladen. Neues kann in der Stadt entdeckt werden. Das soll den Künstler:innen und den Händler:innen nutzen.

Der Verein Schöne Felder e.V. hat dazu aufgerufen. Aus rund 60 Bewerbungen wurden 17 Künstler:innen und Künstler:innen-Gruppen ausgewählt. Entwickelt wurde auch ein Audio-Führer. Den gibt es noch auf der Website der KunstGang, wo zudem sämtliche beteiligten Künstler:innen und die Standorte verzeichnet sind.

Demokratie-Spiel für junge Menschen

Pareaz hat ein Demokratie-Spiel für junge Menschen gemacht. Das Wort Demokratie ist griechisch. Es heißt auf Deutsch: „Herrschaft des Volkes“. Demokratie ist eine Staats-Ordnung. Eine Ordnung, die sagt, wer in einem Staat bestimmen darf. Die Ordnung sagt auch, wer Gesetze machen darf. In einer Demokratie bestimmt das Volk. Das Volk wählt Vertreter:innen.

Für die Spiel-Entwicklung hat der Verein Geld bekommen – für Demokratie-Förderung. Es geht darum, jungen Menschen Demokratie zu erklären. Es ist ein Stadt-Spiel. Man spielt es draußen. Das Spiel ist für das Gaswerk in Augsburg angelegt.

Es soll junge Menschen dazu anregen, sich mehr mit Demokratie-Fragen zu beschäftigen. Das Thema liegt quasi „vor der Haustür“: Demokratie im Quartier. Es geht nicht nur darum wie das Ganze funktioniert. Sondern auch, wie man selbst dabei mitmischen kann.

Das Spiel/ Quiz kann als Rallye gespielt werden. Dazu erhalten alle Teilnehmenden ein Fragen-Heft, einen Gelände-Plan mit neun Stationen und ein Smartphone. An den Stationen gibt es verschiedene Geschichten zu hören oder zu lesen. Diese werden im Web aufgerufen.

Wer mit Kindern arbeitet, der kann diese Materialien sowie die dazugehörigen QR-Codes bei uns anfordern. Das Demokratie-Spiel wurde mit Kindern und Jugendlichen aus dem sonderpädagogischen Bereich sowie mit geflüchteten Jugendlichen erarbeitet. Das Spiel ist so wie es ist für das Gaswerk in Augsburg gemacht. Es kann aber auch auf andere Orte übertragen werden. Zum Beispiel kann es auch in einer Schule oder in einem Jugend-Zentrum gespielt werden.

Link zur Projekt-Website